Unheimliche Reisen

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Archiv trifft Gegenwart

mindmap ©Beat Huber 2011

UNHEIMLICHE REISEN: ARCHIV TRIFFT GEGENWART

Finissage & Filmscreening IV Me the Otherness and Me Samstag 21. April 2012 
Wir laden herzlich ein zur Finissage von Unheimliche Reisen: Archiv trifft Gegenwart mit Werken von Annette Amberg, Pauline Bastard, Marcel Duchamp, Harun Farocki, Katia Kameli, Christian Philipp Müller, Clemens von Wedemeyer, Roger Willemsen/Timothy Leary und einer Installation von Robert Jelinek. 
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DIENSTGEBÄUDE Zürich / Art Space Zurich / Töpferstr. 26 / 8048 Zürich 
Die Ausstellung ist geöffnet von 12:00 - 18:00 mit Crêpes & Bar ab 16:00  http://www.dienstgebaeude.ch/28_plakat.pdf

Filmscreening IV 18:00 / 20:00 Me the Otherness and Me          

Am letzten Abend dieser Filmreihe zeigen wir den Spielfilm Petit à Petit (1971) von Jean Rouch, eine Komödie, in der ein schwarzer Handelsreisender aus dem Senegal eine ethnographische Studie über die Stadt Paris und seine Bewohner vornimmt. Es folgt ein Programm mit zeitgenössischen Positionen, die eine Reise zum Anderen als inhaltlichen Schwerpunkt haben und dieses auf witzige aber auch kritische Art inszenieren. 

Wir zeigen: 

18:00 Jean Rouch Petit à Petit, 1971 (92′)

Pause

20:00 Uriel Orlow The Visitor, 2007 (16′)

Bouchra Khalili Anya: Straight Stories - Part 2, 2008 (12′)

Kader Attia Marie-Thérèse ou le mythe du cargo, 2006 (4′)

Ursula Biemann Sahara Chronicle: Interview Adawa, 2006 - 2007 (10′)

Marcus Coates The Trip, 2010 (34′)                                          Total 1′16”

 

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Unheimliche Reisen: Archiv trifft Gegenwart

Kuratiert von eggnspoon: Nadja Baldini, Beat Huber (Zürich) und Gastkuratorin Cathérine Hug (Wien).

Unheimliche Reisen: Archiv trifft Gegenwart nimmt seinen Anfang im Filmarchiv des Völkerkundemuseums Zürich. Dieses umfasst über zweitausend Dokumente – von Klassikern des Dokumentarfilms bis zu Spiel- und künstlerischen Experimentalfilmen – und ist Ausgangspunkt für unsere vierteilige Filmreihe und Ausstellung im Dienstgebäude Zürich. Darin stellen wir Archivfilme einer Auswahl von Positionen der Gegenwartskunst gegenüber und bringen die Methode der Feldforschung und den damit verbunden Blick auf das Andere zur Diskussion. Im Zentrum steht der Dialog mit dem Filmemacher Jean Rouch, dem bedeutenden Protagonist des „cinéma ethnographique“ und Begründer des Cinéma Vérité. Beeinflusst vom Blick der Surrealisten, versuchte Rouch die Manifestationen des Surrealen im Realen zu dokumentieren und hat damit die teilnehmende Beobachtung in ein neues visuelles Feld geführt. Heute findet Kultur in translokalen Räumen statt und in diesen bewegt sich die ethnografische Forschung in der Gegenwartskunst. Trotz dieser Raumverschiebung findet die filmische Sprache von Jean Rouch in aktuellen Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern eine breite Resonanz. Weil sie mehr abbildet, als das, was sichtbar ist: Das Andere, das Unheimliche, das Clandestine, aber auch den Traum, die Sehnsucht und politisch visionäre Perspektiven.

Begleitend zu den Filmreihen zeigen wir die raumgreifende Installation African Chamber von Robert Jelinek. 2003 als Teil der Staatsgründung von SoS - State of Sabotage entstanden, besteht sie aus einer Sammlung von über 700 kleineren, aussereuropäischen Kunstartikeln, die dem Künstler im Austausch gegen einen Reisepass des SoS-State of Sabotage zugeschickt wurden. Robert Jelinek hat mit African Chamber einen Prototyp einer anderen Sammlung geschaffen, einer ethnographischen Sammlung mit einem existentiellen Hintergrund.

WIR DANKEN

allen beteiligten Künstlerinnen und Künstler für die grosszügige und inspirierende Zusammenarbeit

Majan Garlinski (MEG) für seine vertiefende Einführung in die Geschichte des Filmarchivs des Völkerkundemuseums der Universität Zürich

für die Filmleihgaben: Cinédoc - Paris Films Coop / Dominique Dubosc, Paris / Georg Kargl Fine Arts, Wien / Les Films du Jeudi, Paris /  LUX London / sixpack film Wien / Völkerkundemuseum der Universität Zürich

für die technische Unterstützung: Davide Legittimo (technische Beratung und Aufbau) / Stephan Gursky / Andreas Marti DIENSTGEBÄUDE Zürich / Kunsthalle Basel / Technisches Team Kunsthaus Zürich / Migros museum Zürich / Tweaklab AG Basel / videocompany Zofingen

Die Ausstellung Unheimliche Reisen: Archiv trifft Gegenwart wurde unterstützt von:

Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung

sponsoren

über uns:

eggn’spoon schweift ab und aus. Als mobiles Büro ohne stationären Ausstellungsort planen und organisieren wir Projekte im öffentlichen Raum. Dabei interessieren uns primär unscheinbare, unspektakuläre Orte, an denen eine bestimmte Form von untergründig angesammelter Energie existiert. Passanten gehen vorbei, wir lenken den Blick auf scheinbare Nicht-Orte und legen einen Lupe drüber. An diesen Orten versuchen wir das “Andere”, das was nicht sichtbar ist, hervorzuholen und mit Einbezug zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstlern ins Licht einer neuen Aktualität zu setzen: Other Contemporary Places. Für die einzelnen Projekte arbeiten wir in wechselnder personellen Zusammensetzung.

Weiterhin aktuell:

“Du mein Kalender erinnere mich” ist ein zeitloser Kalender - ohne Jahr, ohne Datum, nur Bild.

Bitte blättern unter Rubrik: Drucksachen

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